Dienstag, 27. Januar 2009

A good time for inventors. A bad time for wizards


There seems to be a general consensus that the main reason for the downfall of the banking system is greed of top management. How wrong. How shortsighted. This seems to me as if the cause for the Second and First World War was government. No. There is a large group of sympathizers: mass media, investors, people that expected against all odds that they would conquer the world in a bloodless coup. They wanted an easy prey without effort and work. And they used their banks as armed forces. The banks willingly participated in this conspiracy against common sense and rejoiced in the excitement of invasion. Now excitement has turned into contemplation and sorrow. People have lost confidence.

This doubt is shaping the Zeitgeist. Intuitively the public is aware that this crisis is not the work of a small clique of traitors as presented in the media with their easy solutions. It is the result of a general exuberance of our society, enhanced by media with their daily reports that helped to mislead the public. It is the result of greedy investors and also of credit hungry consumers.
The general feeling today is a sense of being caught in-between, of being on a life’s journey, in the middle of a storm that seems without end. And worse, the destination is out of sight, in a cloud of fog. People start doubting. Does the destination really exist? Whom can one trust? Certainly not media. Media has failed to be a force of orientation and neutral information.

The good thing; in a time like this, people start exploring new terrain. It is a time to try out new ideas, as the old one have failed. This is a great time for inventors and a bad time for wizards.

Sonntag, 25. Januar 2009

EINE INTERNATIONALE FREIHANDELSZONE FÜR IDEEN

Ich kann mich noch genau an die Veranstaltung erinnern, an der ich Pete Watman aus Sydney getroffen habe. Sein Motto: I want to travel and explore the world. And I have the best possible job to make this happen. I am a copywriter. I travel light. All I need is a pen. Es hat nicht viel mehr gebraucht als dieses Gespräch, ein paar Arbeiten von ihm und er war Creative Director bei Lowe Zürich. Meine Leute waren skeptisch. Ein Australier? Als Werbetexter in Zürich? Kann er denn wenigstens Deutsch? Wie soll denn das gehen? Die Bedenken waren aber schnell weg, als wir in kurzer Folge zwei der prestigereichsten Mandate gewonnen haben, die beiden Grosskunden Orange und Credit Suisse.

Ich habe immer diese Vorstellung gehabt, dass eine Werbeagentur so etwas wie eine internationale Freihandelszone für Ideen sein könnte. Ein Ort, wo man anders tickt. Und genau diesen Eindruck hat Lowe in Zürich auf die Besucher hinterlassen mit dem gemixten Agentur Team: François, strategischer Planer aus Paris. Pete Watman, Creative Director aus Sydney. Keith, Creative Director aus Pennsylvania USA und Valentina und Mark, Creative Directors aus Zürich. Diese Diversity war ein Versuch aus einem neuen Ideenpool zu tanken, der zu ganz ungewöhnlichen Lösungen führte, zu neuen frischen Ideen. Viele Vertreter grosser Marken waren von diesem Denken angezogen. Es gab aber auch Kunden, wie zum Beispiel Möbel Pfister oder Rivella, die das traditionelle Modell bevorzugten und die Agentur wechselten.

Die Business Seite war aber nur ein Aspekt. Noch viel wichtiger war die Aufbruchstimmung in dieser internationalen Freihandelzone. Hier herrschte ein Geist der Offenheit und Toleranz, die jeden erfasst hat, der die Agentur betreten hat. Kreativität kennt eben keine Landesgrenzen.

Samstag, 24. Januar 2009

Einige Zahlen zum Blog











(Google Analytics, New-Ecology, 24.1.09) Peter, ein Freund von mir interessiert sich weniger dafür was ich tue, als mehr für die Motivation dahinter. Und selbstverständlich trifft dies auch auf diesen Blog zu.
Kurt, wieviel Geld verdienst du mit diesem Blog?
Keines.
Aber weshalb schreibst du denn?
Weil es Spass macht Erfahrungen und Gedanken weiterzugeben, die ich in meiner langen Zeit in Werbeagenturen gesammelt habe, wo ich alle Ups und Downs erlebt habe. Erfolg und Misserfolg. Enormen Spass und totalen Frust. Da sammelt sich Einiges an, das erzählenswert ist. Und wieso soll man dies für sich behalten, wenn es Leute gibt, die sich dafür interessieren.
In der Zwischenzeit haben wir eine kleine aber interessierte Gruppe von Leuten gefunden, die diesen Blog regelmässig liest. Man kann über Google Analytics erfassen, wie viele Personen den Blog lesen, an welchem Ort und welche Artikel im Vordergrund stehen. Am 1.1.2009 hatten wir 4 Leser. Heute, drei Wochen später sind es 266 Personen und ich schätze, dass New Ecology bis Ende 2009 Tausend Leser haben wird. Die Besucher verbringen durchschnittlichen 5 Minuten 38 Sekunden auf dem Blog. 38,8% sind neue Leser, 61,2% Wiederkehrende. Die meisten Leser haben wir in Zürich, dann Bern und an dritter Stelle Genf.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Verborgene Schätze


Als Caterina, das 22jährige arabische Dienstmädchen am 15. April den jungen Leo zur Welt brachte, war nicht absehbar, welchen Einfluss der Junge auf Kunst, Philosophie, Anatomie, Botanik , Mathematik und Medizin haben würde.
Er entwickelte schon in jungen Jahren ein Projekt für die Müllabfuhr in Mailand. Er arbeitete an einem Projekt zur Energiegewinnung aus Sonnenlicht. Fast hätte er dabei die Solarzellen erfunden. Bei anatomischen Studien entdeckte er die Arteriosklerose.

In seiner Heimat wurde er allerdings mit Misstrauen beobachtet und angefeindet. Er wurde wegen angeblicher Homosexualität angeklagt, dann aber freigesprochen. Vom Vatikan wurde er bespitzelt und ins Abseits gestellt.

Am französischen Hof dagegen hat man das Potential dieses jungen Mannes erkannt und geahnt welche Impulse er in allen Bereichen auslösen wurde . Man hat ihm erst einen Job in Mailand angeboten und schlussendlich erfolgte eine Einladung ins Schloss Amboise, wo er bis zu seinem Tod weiterarbeitete. Er war ein Inspirator für die Modernisierung Frankreichs. Dies alles geschah vor 500 Jahren. Der junge Mann hiess Leonardo da Vinci.

Eigentlich weiss man seit dem Mittelalter, dass kulturelle Vielfalt ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor ist, dass unterschiedliche kulturelle Hintergründe das wirtschaftliche Potential einer Volkswirtschaft steigern.

Kreativität ist in London einer der bedeutenden wirtschaftlichen Motoren. Die Ursache: kulturelle Vielfalt. Silicon Valley, eine Brutstätte der Kreativität. Die Ursache: kulturelle Vielfalt.

Da fragt man sich, vor was haben wir in der Schweiz Angst? Weshalb sind uns andere Kulturen so suspekt. Wieso reagieren wir anderen Kulturen gegenüber so abweisend. Woher kommt dieses Gefühl der Ueberlegenheit? Ich mache mir allerdings keine Sorgen für die Zukunft. Jetzt tritt eine neue Generation ins Berufsleben ein. Die Digital Natives. Sie sind mit dem Handy aufgewachsen, mit der Playstation, mit dem Internet. Sie benutzen die neue Technologie und kommunizieren mit Leichtigkeit über die Grenzen hinweg. Sie haben Gesprächspartner in Deutschland, in England, in Saudi Arabien, in Indien und sie stellen fest, mon dieu, die sind ja gut, die Leute da draussen, die können mir etwas beibringen. Ich kann von ihnen etwas lernen. Die Herzen und die Köpfe sind offen für Neues. Ein Plakat wie das jetzige der SVP zur Personenfreizügigkeit wird in 10 Jahren Ekel auslösen. Das Denken hinter diesem Plakat ist museumsreif. Willkommen in einer modernen weltoffenen Schweiz.

Sonntag, 18. Januar 2009

Der mächtigste Mann der Welt
















Letzten November haben die Amerikaner einen neuen Chef gewählt. Dieser Mann hat heute seinen ersten Arbeitstag. Es ist ein Mann mit einer unglaublichen Anziehungskraft, einer der an das Potential und die Kreativität seiner Mitarbeiter glaubt, sie fördert und ihnen Raum gibt Grosses zu leisten. Doch nach dem heutigen Inauguration Day sind wir wieder mit dem Alltag konfrontiert. Und im Alltag sind die Haltung und Entscheidungen unseres tatsächlichen Chefs meist einschneidender für unser Leben als die des Präsidenten.

Ich habe in meinem Leben wundervolle Chefs gehabt, echte Visionäre, kreative begabte Leute, echte Charaktere mit Rückgrat. Ich habe aber auch richtige Miesmacher angetroffen, Windfahnen, Egomanen. Hier mein Tipp. Ich habe mir vorgenommen, mir meine Energie und Kreativität nicht rauben zu lassen. Ich habe mir vorgenommen, nicht durch den Kopf meines Chefs hindurchzudenken, sondern mir meine eigenen Gedanken zu machen und meine eigenen Ideen zu finden. Das hat so richtig Zoff gegeben aber auch jede Menge Power. Versuchs mal.

Freitag, 16. Januar 2009

Robert Salis schreibt einen eigenen Blog


Jeder, der mich kennt weiss, dass ich kaum Geheimnisse habe. Ich bin wie ein offenes Buch, in dem Jeder freizügig rumblättert. Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass dies für andere auch so ist. Vergiss es. Robert hat mir heute Morgen buchstäblich in den Hörer gekotzt. Was mir einfällt, ihn mit Foto auf meinem Blog zu demontieren und als oberflächlichen Partyfuzzi darzustellen. „Wie soll ich da meine Pläne einer eigenen Firma im Vorsorgebereich umsetzen können?“

Und noch was. Ich hätte ihm den Porsche Deal vermasselt, indem ich alle Verkaufsdetails auf meinem Blog bekannt gegeben hätte, wodurch ein Interessent aus Deutschland auf diesen Wagen aufmerksam wurde und ihn unter seiner Nase weggeschnappt hat. (Das tut mir übrigens wirklich leid. Wer hätte ahnen können, dass sich die Leser meines Blogs für Porsche interessieren?)

Er würde jetzt seinen eigenen Blog schreiben. Da ging es aber nicht darum, die Welt zu verbessern, sondern um Lifestyle und so Sachen, welche die heutigen Konsumenten wirklich interessieren. Seine Kenntnisse im Nebenfach Marketing bei Tomczak würden ihn da bestens positionieren. Und drittens, sein richtiger Name sei übrigens nicht Robert Salis, sondern Robert von Salis.

Zuerst war ich wütend. Ich wurde von Petra, seiner Freundin einfach in diese Geschichte hineingezogen. In meinen Blog geht es nun halt mal um eine neue Lebensanschauung, die ich anhand von Beobachtungen aus meinem Umfeld beschreibe. Doch dann sagte ich mir; ist doch super, dass Robert seinen eigenen Blog hat. Das wird die Diskussion um meine Themen anheizen. Deshalb hier Robert von www.robertsalis.blogspot.com:

Donnerstag, 15. Januar 2009

Sold, auf der New-Ecology Platform. Ziemlich makaber












Ich habe soeben einen Anruf von einem Herrn Sömmerli von der F + O Automobil AG in Aarau erhalten. Was mir einfällt, das Bild von einem seiner Autos auf meiner Promotion Site zu verwenden. Ich wollte gerade erklären, dass New-Ecology in gar keinen Fall eine Auto Promotionsseite ist, ganz im Gegenteil, uns geht es um einer bessere Welt, als er ins Telefon lacht und witzelt, Herr Schmid das war ein Scherz.
Ich habe eine gute Nachricht für Sie. Ein Typ aus Bochum hat Ihr Inserat gelesen und hat dieses hochmotorisierte Scheunentor für 47'000 Franken gekauft. Sofern Sie bereit sind, weiterhin meine Autos zu promoten, zahle ich Ihnen eine Kommission von 5% auf den Verkaufspreis und 10% für einen Cayenne. Ueber die normalen Websites werde ich diese Schlitten nicht mehr los. Da kann ich so viel Geld reinstecken, wie ich will. Das haben mir die Grünen so richtig vermasselt und die Banker, die kaufen jetzt eh bei Aldi.

Und da soll mal einer sagen, man kann mit einem Blog kein Geld verdienen. Eines werfe ich mir allerdings vor. Es ist mir offensichtlich nicht gelungen, die richtigen Leser für meinen Blog zu finden. Was mache ich bloss falsch. Hallo ihr draussen hat mir jemand einen Rat.