Montag, 1. Dezember 2008

Thanksgiving in Santo Domingo

Ich habe kürzlich folgendes SMS aus New York erhalten, von Yaheira, einer Lehrerin für drop outs  und Schauspielerin aus der dominikanischen Republik. "Wishing you a dominican thanks giving. Music so loud you can't talk over it, screw the table, hold your plate as you dance, have a blast. Eat like a fat bastard, get drunk, get in a fight, cry and tell everyone you love them, say sorry, while you have drunken seconds. Pass out. Wake up in the middle of the night and do it all over again. Have a fun, loving thanks giving. Love ya. J"

Wie grossartig, dass die Welt so reich ist an unterschiedlichen Menschen, Kulturen und Sprachen. Es gibt noch so viel zu entdecken. Zum Beispiel die Sprache als Energiequelle.

2 Kommentare:

isabelle hat gesagt…

Am Anfang war die Sprache und es ist fast als hätten wir es vergessen. Der Anfang ist ja so lange her.... Und doch, wir können jeden Tag neu anfangen und unsere Welt neu kreieren. Das Gespräch neu anfangen, eine neue Luft in unsere Beziehungen reinbringen, mitteilen , was uns bewegt und dadurch unserer Gemeinschaft eine neue Dimension geben. Aber auch unsere Sprache ist alt, an machen Tagen vielleicht sogar älter als der Anfang... wie beladen von der Vergangenheit. Als hätten wir es schon gesagt...und dann heisst es, doch es ist möglich,die Sprache mit neuem Inhalt zu beleben. Den Alltag neu entdecken als wäre er Amerika und wir die Entdecker. Was braucht es denn, um diese Kraft zu befreien? Gerade jetzt wo die althergebrachte Tradition und die wirtschaftliche Sicherheit auch in unserem Land zu schwanken scheint. Einander zuhören, um den Schatz der Sprache im Anderen zu finden.
Wer ist der andere? Der Andere ist nicht mehr nur der Nachbar,unsere Welt ist grenzenlos geworden. Wir können an der Freude der ganzen Welt teilnehmen, und wir können am Schmerzen der ganzen Welt teilhaben. Sind wir glücklicher? Sind wir mitfühlender? Ist unsere Verantwortung damit grösser geworden? Ist der Zugang zu der Sprache auch eine Frage der Verantwortung? Das Geschenk der Sprache als ein bewusstes Geben: Das Geschenk des Gesprächs. Das Gespräch als ein Ort der Vertrauens und des Gebens.

Anonym hat gesagt…

Kommentar zu Isabelles Kommentar:

Increase Operational Profit by Repowering

Interessant, dass dem Thanksgiving-Gruss aus Santo Domingo/New York ein Kommentar von Isabelle aus Swaziland folgt. Anscheinend haben die Leute in Swaziland viel Zeit, um lange Kommentare zu schreiben. Ich hatte mir vorgestellt, die Leute dort seien mit den einfachen Dingen einer vorindustialisierten Gesellschaft beschäftigt: mit Jagen, Beerenpflücken und vielleicht noch mit Piraterie.

Bezüglich Piraterie hier einige Gedanken, da Somalia ganz in der Nähe von Isabelles Heimat Swaziland liegt (so wie etwa Lappland und Sizilien): die Schnellboote der Piraten sind anscheinend nicht schnell genug. Der Pressetext der Reederei, dessen Kreuzfahrtschiff "Nautica" vor drei Tagen nicht gekapert wurde (und damit dem Attribut "Abenteuerferien" des Werbeprospekts nicht entsprach) bestätigt, dass die Piraten keine Chance hatten:

STATEMENT ON ATTEMPTED ACT OF PIRACY

Miami, FL, November 30, 2008 – On November 30, 2008, at approximately 0928 local time, 0528 GMT, M/S NAUTICA was transiting through the Gulf of Aden within the prescribed Maritime Safety Protection Area which is patrolled by international anti-piracy task forces. As the vessel sailed past several groups of non-hostile fishing vessels, two small skiffs were sighted by the Officer on Duty and deemed potentially hostile. The skiffs, approaching from a range of approximately 1000 meters, attempted to intercept the vessel's course. Captain Jurica Brajcic and his officers immediately began evasive maneuvers and took all prescribed precautions. NAUTICA was immediately brought to flank speed and was able to out run the two skiffs. One of the skiffs did manage to close the range to approximately 300 yards and fired eight rifle shots in the direction of the vessel before trailing off. No one aboard NAUTICA was harmed and no damage was sustained.

All guests and crew onboard are safe and there were no injuries. All requisite international authorities have been notified and all anti-piracy precautions were in place prior to the event and all necessary measures were taken during the event.

Oceania Cruises, Inc. Media Contact
Tim Rubacky

Mein konkreter Vorschlag lautet, dass man den Piraten stärkere Schiffsmotoren für ihre Schnellboote zur Verfügung stellen soll (siehe Link unten). Auch könnte die Position bzw. die Route der Kreuzfahrtschiffe den Piraten vorher mitgeteilt werden, damit Kreuzfahrern ein spannendes Seegefecht geboten wird. Das wäre im Interesse der Medien (Direktübertragungen), der Reiseindustrie (echte Abenteuerferien, mit Kugelhagel, Hunger und Durst), den mutigen Piraten in Somalia (höhere Ausbeute an USD) und x weiteren Stellen: die Regierungen in den Küstenregionen Ostafrikas könnten mit höherem Bruttosozialprodukt prahlen und die Marineeinheiten der Nato hätten mehr Action. Und vielleicht würde sogar die Zahl illegaler Einwanderer, die über Lampedusa nach Europa ziehen, sinken.

Kann auf diesem Blog ein Spendenkonto "richtig starke Schiffsmotoren für die Piraten" eingerichtet werden?

uempel


http://www.volvo.com/volvopenta/global/en-gb/marine_commercial_engines/marine_commercial_engines.htm